Vertu – Ex-Nokia-Tochter wird chinesisch

Vertu, Hersteller luxuriöser Smartphones und Handys und ehemalige Nokia-Tochter, wechselt den Besitzer und wird nun Teil einer chinesischen Holding. Der Verkauf geht auch mit einem Wechsel an der Spitze des Unternehmens einher. Der bisherige CEO Massimiliano Pogliani gibt nach eigener Aussage „den Staffelstab an ein neues Team weiter“.

Bild: Vertu
Bild: Vertu

Über die genauen Vertragsvereinbarungen zwischen dem bisherigen Besitzer, der schwedischen EQT, und der Godin Holding, einer Hongkonger Investmentfirma, wurde Stillschweigen vereinbart. Der Produktionsstandort Church Crookham, Hampshire in England soll jedoch laut „Financial Times“ mit seinen 450 Mitarbeitern bestehen bleiben. EQT hatte dem finnischen Handy-Pionier und Vertu-Gründer Nokia bei der Übernahme der Luxus-Marke nach Angaben der „Financial Times“ 2012 200 Millionen Euro überwiesen.

Mit dem New Signature Touch hat Vertu vor Kurzem ein Smartphone auf der Höhe der Zeit vorgestellt, was nicht immer der Fall war. Die in Großbritannien gefertigten Handys und Smartphones glänzten meist mit teuren Materialien, edler Verarbeitung und Zusatzleistungen, die weit über die normalen Club-Mitgliedschaften anderer Smartphone-Hersteller hinausgehen. Doch das alles hat seinen Preis: Viele der Vertu-Modelle kosten hohe vierstellige Euro-Beträge.

Das aktuelle Flaggschiff Vertu New Signature Touch kostet stattliche 8.400 Euro Grundpreis, der jedoch mit allerlei Zusatzveredlungen noch einmal massiv gesteigert werden kann und erst bei 17.900 Euro endet. Der Vorgänger Signature Touch gibt sich etwas sparsamer: Es kommt ab 7.900 Euro zum betuchten Kunden.