HTC könnte Verkaufsstopp in Deutschland drohen

Nachdem es HTC im November den dritten Monat in Folge gelungen ist, die eigenen Umsatzzahlen zu verbessern, muss der taiwanische Hersteller möglicherweise wieder einen herben Rückschlag hinnehmen. Denn nach einem neuen Urteil des Mannheimer Landgerichts droht HTC ein Verkaufsstopp seiner Smartphones bei der Telekom.

htcFür die Klage verantwortlich ist die Acacia Research Group, ein Unternehmen das sich auf Patentstreitigkeiten spezialisiert hat. Angeblich soll HTC gegen ein Patent aus dem Portfolio der Acacia Research Group verstoßen haben. Genauer gesagt soll handelt es sich sogar um drei Patente, die im Besitz der Saint Lawrence Communication GmbH sind und sich mit dem Sprachcodec AMR-Wideband (HD-Voice) befassen. Bereits am 27. November soll das Mannheimer Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen HTC ausgesprochen haben. Diese Verfügung verbietet es der Telekom, weiter HTC-Smartphones zu verkaufen. Bis zum 31. Dezember muss die Telekom nun sämtliche HTC-Smartphones aus dem Produktportfolio nehmen. HTC will gegen das Urteil jedoch Berufung einlegen.

Mit Apple, Samsung, Huawei und Amazon hat die Acacia Research Group bereits Lizenzdeals abgeschlossen, jedoch nicht mit HTC, weshalb es nun zu den genannten Streitigkeiten vor Gericht gekommen ist. Die Tatsache, dass die Telekom bei der Klage mit im Boot sitzt, ist der Tatsache geschuldet, dass Netzanbieter eine nicht gerade unbedeutende Rolle beim Vertrieb von Smartphones spielen.