Google Glass 2.0 kommt »bald«

Laut dem Brillenhersteller Luxottica wird schon bald eine neue Version von Googles Datenbrille Glass erscheinen. Sie soll unter anderem eine längere Akkulaufzeit mitbringen.

Die Google Glass kommt in 2.0
Die Google Glass kommt in 2.0

Nachdem Google Anfang des Jahres angekündigt hatte, seine Datenbrille Glass aus dem Verkauf zu nehmen und das zugehörige »Explorer«-Programm für Tester zu beenden, werteten das einige Beobachter bereits als Ende des nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen umstrittenen Projekts. Jetzt zeigt sich, dass diese Schlussfolgerung wohl etwas vorschnell war. Das behauptet zumindest Massimo Vian, CEO des Brillenherstellers Luxottica, der mit Google kooperiert und modische Markengestelle für Glass liefert. Auf der jüngsten Aktionärsversammlung erklärte Vian, dass Google kurz davor stehe, eine neue Generation von Glass vorzustellen. Sein Unternehmen sei auch diesmal wieder eingebunden bereits fast fertig damit, wieder einige schicke Brillengestelle für die Nutzung mit Google Glass 2.0 anzupassen. Der Verkaufsstart solle schon »bald erfolgen«. Ein genaues Datum für die Veröffentlichung wollte er jedoch nicht nennen.

Auf Nachfrage des Wall Street Journal bestätigte Google-Chef Eric Schmidt, dass die Arbeit an Google Glass tatsächlich weitergehe. Allerdings wurde mein Teil des Teams ausgetauscht und die Verantwortung für das Projekt an den ehemaligen Nest-Chef Tony Fadell übergeben, der jetzt Googles Connected Home Sparte leitet. Laut Schmidt soll Fadells Mannschaft die Datenbrille vor allem so weiterentwickeln, dass sie für die alltägliche Nutzung eines weiten Kundenkreises brauchbar wird. Zu den entsprechenden Verbesserungen sollen unter anderem ein Akku mit mehr Kapazität, ein besseres Display und bessere Lautsprecher gehören. Auch optisch soll Glass 2.0 ansprechender werden, um den Nerd-Faktor beim Tragen der Brille zu reduzieren und ein breiteres Publikum anzusprechen. Einige der Verbesserungen könnten allerdings auch erst in die dritte Generation von Glass integriert werden, an der Google laut Vian ebenfalls bereits arbeitet.