Düstere Zukunft für Samsungs Smartphone-Sparte

(Bild: Apple, Google, Huawei, inside-handy.de)

„Samsung wird in den nächsten fünf Jahren aus dem Smartphone-Geschäft ausscheiden“. Die Worte des Analysten Ben Bajarin zeichnen keine gute Zukunft für den momentanen Marktführer im Handy-Markt, Samsung. Die Theorie „The Innovator-Dilemma“ soll daran Schuld sein und Samsung wird seinen Niedergang auch nicht aufhalten können.

(Bild: Apple, Google, Huawei, inside-handy.de)
(Bild: Apple, Google, Huawei, inside-handy.de)

Die These klingt im ersten Moment sehr gewagt und mit Blick auf den momentanen Smartphone-Markt ist sie das wohl auch. Trotzdem soll Samsung ein Opfer des Smartphone-Marktes werden, der die Spitzenmodelle, wie das Galaxy S6 nicht mehr als innovativ empfindet und deshalb zum günstigeren Konkurrenten wechselt, der ein Smartphone anbietet, dass „gut genug“ und dabei deutlich günstiger ist.

Ben Bajarin stützt seine Behauptung Samsung würde die nächsten 5 Jahre am Handy-Markt nicht überleben auf die Wirtschafts-Theorie „The Innovator’s Dilemma“ von Clayton M. Christensen, der in der gleichnamigen Veröffentlichung eine Entwicklung beschreibt, in der Innovationsführer früher oder später aus dem Markt gedrängt werden, weil günstigere Konkurrenten mit fast gleichstarken Produkten hineindrängen und ihm die Kunden abgraben.

Neben dem Abgesang auf Samsung analysiert Bajarin die Preispunkte zukünftiger Android-Smartphones. Die Spitzenklasse wird sich in Zukunft in einem Preisbereich von 300 bis 400 Dollar, also rund 270 bis 370 Euro einpendeln. Der Durchschnitt des Neupreises bei Android-Smartphones wird dem Vernehmen nach bei unter 300 Dollar, also unterhalb von 270 Euro liegen.

Wie sieht das Smartphone der Zukunft aus?

© Odua Images - fotolia.com

2.864 Teilnehmer gaben kürzlich auf dem Games- und Technikportal Giga ihre Einschätzungen zur Zukunft von Smartphone & Co. ab. Auch wenn die Befragung nicht repräsentativ ist, werden klare Präferenzen heutiger Nutzer deutlich.

Ganz oben auf der Wunschliste der Anwender stehen längere Akkulaufzeiten und beschleunigtes Laden. Trends wie AR- und VR-Brillen oder gar Implantate halten hingegen nur wenige Konsumenten in den nächsten zehn Jahren für wahrscheinlich.

Auf die Frage nach der Form von künftigen, mobilen Kommunikationsgeräten verweisen mehr als ein Fünftel der Befragten auf Wearables (22,4 Prozent). Die Smartwatch am Handgelenk muss dafür aber wohl noch leistungsfähiger werden, denn 33,4 Prozent der Befragten erwarten, dass es die heute üblichen Smartphones mit 4 bis 6-Zoll Displaygröße in Zukunft nicht mehr geben wird. Da heutige Wearables wie beispielsweise die Apple-Watch ohne ein mitgeführtes Smartphone nur über eine sehr eingeschränkte Leistungsfähigkeit verfügen, müssen die »tragbaren« Armbänder und Uhren künftig weitaus mehr Leistung auf kleinster Fläche bieten.

Auch heute noch nicht gängige Formen von Kommunikationsgeräten erwarten die Befragten in naher Zukunft – die Umfrageteilnehmer können sich hierbei folgende Formate vorstellen: Aufrollbare Geräte mit flexiblem Display und Komponenten (14,8 Prozent), modulare Barrenform (13,3 Prozent), aufklappbare Geräte mit biegsamem Display (11,7), Implantate bei denen die Haut das Display bildet (8,9 Prozent), AR-Brillen wie »Google Glass« (8,8 Prozent) sowie VR-Brillen wie »Oculus Rift« (2,7 Prozent).

Bei den Eigenschaften, die die Geräte standardmäßig besitzen werden, liegen nach Einschätzung der Befragten Akkulaufzeiten von über einer Woche (23,4 Prozent) und das Vermeiden von Speicherengpässen durch dauerhafte Cloud-Anbindung (23,6 Prozent) ganz vorne.

Bei der Art der Kommunikation halten die meisten Videotelefonie (23,6 Prozent) und die klassische Voice-Kommunikation (23,6 Prozent) sowie Textnachrichten (21,5 Prozent) für am wahrscheinlichsten. Die weitere, gewünschte Funktionalität unterscheidet sich nur wenig von den heutigen Modellen: Neben der Kommunikationen werden die Geräte nach Einschätzung der Befragungsteilnehmer vor allen für die Steuerung des Haushalts (im zukünftigen Smarthome/Internet of Things), zum Surfen im Web, zum mobilen Bezahlen, für Foto- und Videoaufnahmen sowie für die Navigation genutzt.

Bei der Energieversorgung der zukünftigen Geräte schätzen die Umfrageteilnehmer, dass vor allem ein beschleunigtes Laden mit voller Ladung in zehn Sekunden (24,4 Prozent), das Laden über größere Distanzen (21,9 Prozent), klassische Akkus mit mindestens fünf Tagen Laufzeit (17,2 Prozent) sowie durch Körperbewegung aufladbare Energiespeicher (16,7 Prozent) möglich sind.

Zuletzt fragten Giga/Otterbox die Nutzer noch zu ihrem persönlichen Suchtverhalten in Sachen Smartphone. 31Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich höchstens einen Tag ohne ihr mobiles Kommunikationsgerät vorstellen können. Bei rund 26 Prozent ist es immerhin eine Woche. Erschreckend: 21,5 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie es höchstens einen halben Tag ohne ihr Smartphone aushalten können.

Alle Informationen zu 5G: Die Mobilfunktechnik der Zukunft

5G und LTE-A: Neue Frequenzen werden heute versteigert.

Woher kommt der Name?
5G steht für die fünfte Generation von Mobilfunknetzwerken. Die vierte Generation wurde mit 4G bezeichnet. Der Vorgänger ist unter zwei Namen bekannt: Mobile WiMAX und LTE (Long Term Evolution). Mobile WiMAX ist in Deutschland nicht verfügbar.

Wie schnell ist 5G?
5G soll eine Datenübertragungsrate von bis zu 10.000 Mbit/s ermöglichen. Dies ist etwa 33-mal so schnell wie LTE Advanced (LTE Cat-6), das mit 300 MBit/s funkt. Ein kompletter Spielfilm könnte mit 5G innerhalb von wenigen Sekunden heruntergeladen werden.

Welche Geräte unterstützen 5G?
Bisher unterstützen noch keine kommerziellen Geräte 5G.

Mobiltechnologie: Alle 10 Jahre kommt ein neuer Standard.
Mobiltechnologie: Alle 10 Jahre kommt ein neuer Standard.

Wann kommt 5G nach Deutschland?
Der neue Mobilfunkstandard soll im Jahr 2020 marktreif sein. Bis dahin soll auch in Deutschland ein 5G-Netz bestehen. Ab 2017 soll bei der Deutschen Telekom eine 5G-Testphase laufen. Bisher gab es ungefähr alle 10 Jahre eine neue Generation des Mobilfunkstandards.

Welche Anbieter setzten auf 5G?
In Deutschland werden voraussichtlich alle Anbieter auf 5G setzten. Vodafone soll bis 2020 ein eigenes 5G-Netz aufgebaut haben; die Deutsche Telekom wird ab Dezember 2020 mit 5G starten.

Welche Vorteile bringt 5G?
Neben der höheren Übertragungsgeschwindigkeit wird 5G energiesparender sein. Auch wird mit G eine neue Art von Netzwerk aufgebaut: Das Internet der Dinge wird mit 5G verbunden, sodass nicht nur Smartphones, sondern auch Smartwatches, Autos, Fitnesstracker, Küchengeräte oder Heizungen mit 5G verbunden werden. Weltweit sollen etwa 100 Milliarden Geräte gleichzeitig ansprechbar sein.

Bekommen alle 5G?
5G wird zusammen mit 3G und 4G noch weiterlaufen. Modems werden zukünftig 3G/4G/5G unterstützen.

Wer entwickelt 5G?
5G wird von der NGMN-Organsation (Next Generation Mobile Networks) entwickelt. Partner der NGMN sind unter anderem die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica.

Flexibler Akku: Schritt zum biegbaren Handy

Kein Leistungsverlust bei Verformung mehr erkennbar

Seoul (pte015/07.08.2012/12:15) – Südkoreanische Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology http://kaist.edu haben eine neuartige biegbare Lithium-Ionen-Batterie entwickelt, die ihre Leistung auch während des Verformens aufrechterhält, wie phys.org berichtet. Die Batterie besteht aus mehreren Folien aus verschiedenen anorganischen Materialien. Vor allem die Elektroden stellten die Forscher bisher vor Schwierigkeiten. Die koreanische Batterie hat einige Probleme gelöst und liefert konstant hohe Leistung, auch wenn sie mehrmals verbogen wird. Die Batterie ist in etwa so dick wie eine Rasierklinge. Durch Stapeln mehrerer Akkus kann die Leistung sogar noch erhöht werden.

Biegsame Akkus und Displays
biegsame Akkus und Displays

Technische Herausforderung

„Eine Schwierigkeit bei der Konstruktion flexibler Lithium-Ionen-Akkus ist die Beständigkeit der Trennschicht zwischen den zwei Kammern der Batterie. Wird sie brüchig, kommt es zu einem inneren Kurzschluss, der gefährliche Folgen haben kann. Auch für Annode und Kathode ist die mechanische Belastung hoch. Interessant ist die Technologie vor allem für kleine Geräte wie Taschenlampen oder Handys“, sagt Tobias Mayer von LION Smart gegenüber pressetext.

Das koreanische Team hat vor allem bei der Produktion flexibler Elektroden Fortschritte gemacht. Kathoden aus Lithium und Übergangsmetall-Oxid müssen unter hohen Temperaturen gehärtet werden. Das verträgt sich nicht mit der Kunststoff-Folie, auf der die Akkus angebracht werden. Die Forscher um Keon Jae Lee haben deshalb eine Technik entwickelt, bei der die Lithium-Batterie auf einer anderen Unterlage erhitzt und erst anschließend auf die biegbare Polymerfolie aufgebracht wird. Derzeit arbeiten die Wissenschaftelr daran, den Prozess für die Massenfertigung zu adaptieren.

Neue Elektronik-Generation

Auch an einer Erhöhung der Ladungsdichte durch eine Stapelung der Schichten wird geforscht. „Die Entwicklung einer flexiblen Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterie wird die Entstehung einer neuen Generation flexibler Elektronik beschleunigen, zusammen mit anderen biegbaren Komponenten wie Displays, Speichern und LEDs“, sagt Lee. Die Batterie aus Korea stellt einen weiteren Schritt in Richtung flexibler Mobiltelefone dar, auch wenn die Leistung und Haltbarkeit noch verbessert werden müssen, um einen Alltagseinsatz in elektronischen Geräten zu überstehen.