TP-Link bringt Neffos-Smartphones an den Start

TP-Link (Bild TP-Link)

Schon bald wird es auch Smartphones aus dem Hause TP-Link geben. Der chinesische Konzern ist bisher bekannt dafür, Netzwerk-Produkte zu fertigen, will sich in Zukunft aber auch dem Handymarkt widmen. Da es sich um einen namhaften Konzern handelt, dürfte neue Konkurrenz für Huawei, Honor und ZTE entstehen. Aber auch Firmen wie HTC und Gigaset dürfte diese Meldung wenig schmecken.

TP-Link (Bild TP-Link)
TP-Link (Bild TP-Link)

Das Vorhaben von TP-Link ist nicht nur ein Gerücht, sondern bereits offiziell bestätigt worden. Per Mitteilung gab das chinesische Unternehmen schon kurz vor Weihnachten bekannt, in naher Zukunft eigene Handys produzieren zu wollen.

Die Geräte sollen unter dem Markennamen Neffos vermarktet und erstmals im Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wahrscheinlich ist, dass erste Modelle auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona gezeigt werden, der Ende Februar kommenden Jahres in der spanischen Metropole abgehalten wird.

Ziel sei es, Smartphones zu produzieren, die sich durch ein nutzerfreundliches Design auszeichnen. Ein Smartphone sollte nach Intention von TP-Link nicht nur ein Gerät sein, sondern ein Fashion-Objekt, das den Nutzer selbst wiederspiegeln kann. Im Idealfall soll sich das Smartphone in den heimischen vier Wänden nahtlos mit anderen Produkten (von TP-Link) verbinden – zum Beispiel WLAN-Routern oder Smart-Home-Systemen.

Ob Smartphones von TP-Link auch nach Europa und speziell nach Deutschland kommen werden, ist aktuell noch unklar. Auch technische Spezifikationen zu Produkten aus dem Mobilfunk-Umfeld wurden noch nicht verraten.

Darum fallen Smartphones immer aufs Display

Die Frage, wieso das teure Smartphone beim Sturz fast immer auf das empfindliche Display fällt, hat nun der britische Physiker Robert Matthews im Auftrag von Smartphone-Hersteller Motorola herausgefunden. Der Grund ist derselbe, weshalb auch das frisch geschmierte Toastbrot eigentlich immer mit der Butterseite nach unten auf den Boden segelt.

DIsplay-Bruch

Fast jeder Smartphone kennt diesen panischen Moment in dem das Smartphone aus der Hand flutscht. Meist scheitert der Versuch das Smartphone noch aufzufangen und es bleibt einem nichts anderes übrig, als das Smartphone mit klopfenden Herzen vom Boden aufzuheben. Bei fast allen Stürzen folgt dann der schockierende Moment, in dem man feststellt: Das Display ist zersprungen. Viele Besitzer stellen sich dann die Frage: Wieso fällt das Handy eigentlich immer auf das empfindliche Display? Denn zumindest theoretisch stehen die Chancen 50:50, dass es auf der weniger empfindlichen Rückseite landet.

Doch diese „Theorie“ ist nicht wissenschaftlich belegbar. Denn das Smartphone fällt aus genau dem gleichen Grund fast immer auf das Display, weshalb auch ein Toastbrot immer auf der beschmierten Seite landet. Der Physiker Robert Matthews macht dafür die Rotation zu Beginn des Sturzes dafür verantwortlich, mit welcher Seite das Smartphone aufkommt. Da die meisten Menschen ihr Smartphone auf Brusthöhe und mit den Fingern unter dem Schwerpunkt festhalten, wird so eine Drehung ausgelöst, durch die das Handy in der Mehrheit der Fälle mit dem Display nach unten auf dem Boden fällt. Matthews nannte denselben Grund schon 1996, als er untersuchte, wieso ein Toastbrot immer mit der beschmierten Seite nach unten auf den Boden segelt.

Der britische Physiker fand außerdem heraus, dass der natürliche Impuls, das Smartphone noch auffangen zu wollen, die Wahrscheinlichkeit dass das Display zuerst aufschlägt, noch vergrößert. Für Smartphone-Nutzer bedeutet dies: Gleitet das Smartphone aus den Händen, dem Schicksal lieber seinen Lauf lassen als nach dem Smartphone zu greifen. Sicherheit beim Smartphone-Sturz soll das sogenante ShatterShield bieten, ein bruchsicheres Display das beim Moto X Force zum Einsatz kommt. Im Zuge der Entwicklung dieses besonderen Displays, beauftragte Motorola Robert Matthews, die besagte Frage, wieso das Smartphones immer auf das Display fallen, zu beantworten.

Android-Vater möchte eigene Smartphone-Firma gründen

Andy Rubin ist einer der Mitentwickler des Android-Betriebssystems und plant jetzt angeblich eine neue eigene Smartphone-Firma zu gründen. Ende 2014 hat Rubin Google verlassen. Bei Google hat er an einigen Technologien mit gearbeitet, die eine Rückkehr seinerseits in die Smartphone-Welt interessant machen könnten.

Android

Laut the information plant Andy Rubin eine eigene Smartphone-Firma aufzubauen. Im Jahre 2003 gründete er das Unternehmen Android Inc. und gilt daher als der „Vater“ von Android. Zwei Jahre nach der Gründung übernahm Google das Unternehmen und Andy Rubin blieb dort bis 2014. Dieses Jahr gründete Rubin ein eigenes Investmentunternehmen Playground Global. Dieses könnte als Finanzquelle für das neue Projekt gelten, Playground Global hat bisher um die 300 Millionen US-Dollar gesammelt.

Für die neue Smartphone-Firma sei er derzeit dabei passende Mitarbeiter für das Team zu suchen und Startkapital zu sammeln. Unklar ist dabei allerdings, ob er die Firma nur finanzieren oder auch leiten wird. Es bleibt auch abzuwarten, wie weit diese Pläne schon ausgereift sind und ob und wann eine solche Firma realisiert werden kann.

Durch die Gründung von Android Inc. und der jahrelangen Arbeit bei Google ist Rubin sicherlich ein geeigneter Kandidat um einen frischen Wind in die Android-Welt zu bringen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiter entwickeln wird.

Das Digno Rafre kann mit Seifenwasser abgewaschen werden

Digno Rafre (Bild: Kyocera)

Japaner gelten als überaus reinliche Menschen, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das erste Smartphone, das damit Werbung macht, auch mit Seifenwasser abgespült werden zu können, aus dem Land der aufgehenden Sonne kommt. Der Preis für die Seifenresistenz liegt bei für die verbaute Technik recht hohen 430 Euro.

Digno Rafre (Bild: Kyocera)
Digno Rafre (Bild: Kyocera)

Wasser- und Staubdichtigkeit sind in der Smartphone-Welt keine Seltenheit mehr. Sony, Samsung und der Spezialist Caterpillar haben Handys im Angebot, denen Wasser und Staub nichts anhaben kann. Dabei werden allerdings fast immer einige Einschränkungen seitens der Hersteller direkt mitgeliefert. So warnen sie meist davor, die Geräte in Chlor- und Salzwasser zu tauchen. Eine weitere Einschränkung wird nun vom japanischen Hersteller Digno weg gelassen: Seife soll dem neuen Smartphone Rafre nichts anhaben können. Neben der Waschbarkeit soll es auch wie einige Modelle von LG eine selbstheilende Oberfläche bieten, auf der kleine Kratzer von alleine verschwinden.

Untere Mittelklasse für 430 Euro

Abgesehen von den außergewöhnlichen Features bietet das Digno Rafre technische Hausmannskost statt Haute Cuisine. Der 5-Zöller beheimatet eine Displayauflösung in HD, 2 GB Arbeits- und 16 GB Hauptspeicher. Über den Prozessor schweigt man sich in Japan aus. LTE, eine mit 13 und eine mit 2 Megapixel auflösende Kamera und Android 5.1 zeigen ernsthafte Bemühungen sich am Markt zu beteiligen. Dazu integriert Digno einen 3.000 mAh großen Akku und Bluetooth 4.1 in das 155 Gramm schwere und 71 x 141 x 10 Millimeter große Gehäuse.

Das in drei Farben erhältliche Smartphone wird wohl nicht nach Deutschland kommen, soll in Japan aber bald für knapp 60.000 Yen zu haben sein. Das entspricht einem hiesigen Preis von knapp 430 Euro.

http://youtu.be/Vc6eNqoLeQs

Medions Edel-Smartphone X5020 ab jetzt im Handel erhältlich

Medion X5020 (Bild: Medion)

Der Discount-Elektronik-Hersteller Medion hat schon zur IFA in Berlin zwei neue Smartphones im edlen Design vorgestellt. Nun kommt eines davon, das Medion X5020 in den Handel. Das von der Optik etwas an das Apple iPhone 4s erinnernde Medion-Flaggschiff wird wie angekündigt zu einem Preis von knapp 300 Euro im Medion-Online-Shop und bei ausgewählten Händlern zu haben sein.

Medion X5020 (Bild: Medion)
Medion X5020 (Bild: Medion)

Das X5020 hat dabei nicht viel mit der Einsteiger-Klasse zu tun, in der Medion die meisten seiner Smartphones positioniert. Die technischen Daten und das Design ordnen es im Mittelfeld des Smartphone-Marktes ein. Es will mit verschiedenen Farbkombinationen mit den Grundfarben Schwarz und Weiß punkten.

Die Zugehörigkeit zur Mittelklasse zeigt sich aber nicht nur von außen. Auch die inneren Werte stimmen. Angetrieben von einem Snapdragon 615, der mit 3 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird, greift das X5020 auf satte 32 GB Hauptspeicher zurück und kombiniert ihn mit einem 2.600 mAh großen Akku.

Medion X5020, Vorderseite, weiß/gold (Bild: Medion)
Medion X5020, Vorderseite, weiß/gold (Bild: Medion)

Das Display hängt dabei nicht hinterher. Mit 5 Zoll diagonale und einer Auflösung von 1.080 x 1.920 Pixeln bringt es das Panel auf eine Pixeldichte von 440 ppi. Geschützt wird es, wie auch die Rückseite des Smartphones von Gorilla Glas 3.

Die Ausstattung kann mit LTE, einer mit 13 und einer mit 5 Megapixel auflösenden Kamera, zwei SIM-Karten-Slots und einer Speichererweiterung um bis zu 128 GB auftrumpfen. Dazu verbaut Medion Miracast und eine USB-Host-Funktion in sein neues Flaggschiff.

Der Preis des Medion X5020 beläuft sich auf 299 Euro. Das schwarze Modell kommt dabei mit einem grauen Rahmen zum Kunden, das weiße Modell dagegen mit einem silbernen Rahmen oder einem in der Farbe Rosé-Gold.

Düstere Zukunft für Samsungs Smartphone-Sparte

(Bild: Apple, Google, Huawei, inside-handy.de)

„Samsung wird in den nächsten fünf Jahren aus dem Smartphone-Geschäft ausscheiden“. Die Worte des Analysten Ben Bajarin zeichnen keine gute Zukunft für den momentanen Marktführer im Handy-Markt, Samsung. Die Theorie „The Innovator-Dilemma“ soll daran Schuld sein und Samsung wird seinen Niedergang auch nicht aufhalten können.

(Bild: Apple, Google, Huawei, inside-handy.de)
(Bild: Apple, Google, Huawei, inside-handy.de)

Die These klingt im ersten Moment sehr gewagt und mit Blick auf den momentanen Smartphone-Markt ist sie das wohl auch. Trotzdem soll Samsung ein Opfer des Smartphone-Marktes werden, der die Spitzenmodelle, wie das Galaxy S6 nicht mehr als innovativ empfindet und deshalb zum günstigeren Konkurrenten wechselt, der ein Smartphone anbietet, dass „gut genug“ und dabei deutlich günstiger ist.

Ben Bajarin stützt seine Behauptung Samsung würde die nächsten 5 Jahre am Handy-Markt nicht überleben auf die Wirtschafts-Theorie „The Innovator’s Dilemma“ von Clayton M. Christensen, der in der gleichnamigen Veröffentlichung eine Entwicklung beschreibt, in der Innovationsführer früher oder später aus dem Markt gedrängt werden, weil günstigere Konkurrenten mit fast gleichstarken Produkten hineindrängen und ihm die Kunden abgraben.

Neben dem Abgesang auf Samsung analysiert Bajarin die Preispunkte zukünftiger Android-Smartphones. Die Spitzenklasse wird sich in Zukunft in einem Preisbereich von 300 bis 400 Dollar, also rund 270 bis 370 Euro einpendeln. Der Durchschnitt des Neupreises bei Android-Smartphones wird dem Vernehmen nach bei unter 300 Dollar, also unterhalb von 270 Euro liegen.

Heißer Kampf um die Prozessorkrone

Der Kapf um die Prozessorleistung (Bild: weibo)

Prozessoren für Smartphones werden immer schneller und könnten auf lange Sicht gesehen mit der Vorstellung von Windows 10 Mobile für einige Anwendungen den Laptop oder den Heim-PC ersetzen. Doch auch ohne Microsofts Betriebssystem sind die Prozessoren für immer umfangreichere Aufgaben gerüstet. Jetzt zeigt ein Vergleich der aktuellen und der zukünftigen Prozessoren der wichtigsten Hersteller, wohin die Reise für Samsung, Apple, LG und Huawei geht.

Der Kapf um die Prozessorleistung (Bild: weibo)
Der Kapf um die Prozessorleistung (Bild: weibo)

Viele der namhaften Hersteller wollen sich anscheinend nicht mehr auf Drittanbieter bei der Prozessor-Herstellung verlassen. Neben Samsung designen auch Apple und Huawei ihre Prozessoren selbst und mit LG will auch das zweite Koreanische Unternehmen in die Königsklasse des Handy-Prozessorbaus aufsteigen. Ein noch nicht offiziell vorgestellter Vergleich der derzeit wichtigsten Prozessoren von Geekbench – ausgenommen sind hier nur Qualcomm und MediaTek – krönt den bisher nicht vorgestellten Exynos M1 von Samsung zum König der Smartphone-Rechner.

Die Vergleichs-Grafik stammt aus dem chinesischen Netzwerk Weibo und deckt sich bis auf kleine Abweichungen mit einem zweiten Vergleich, der ebenfalls von Geekbench stammen soll und von mobile-dad verbreitet wurde. Hier wird allerdings nur der Nuklus 2 von LG und der Exynos 7420 von Samsung in Form des Galaxy S6 verglichen. Bei den Vergleichen werden angeblich mehrere neue Prozessoren zum ersten Mal getestet. Wenn die Werte korrekt sind, kann die nächste Generation an Prozessoren mit einem enormen Geschwindigkeits-Plus aufwarten.

Mehr und mehr Leistung ist gefragt (Bild: mobile-dad)
Mehr und mehr Leistung ist gefragt (Bild: mobile-dad)

Apple entthront Samsung

So sollen Apples A9 und A9X bis zu 30 Prozent schneller sein als ihre Vorgänger und damit dem aktuellen Exynos 7420 die Stirn bieten. Der Apple A9X übertrumpft den Samsung-Prozessor, der zur Zeit im Galaxy S6, dem Schwestermodell Galaxy S6 edge und dem neuen Phablet Galaxy S6 edge Plus zum Einsatz kommt, um ein paar Punkte. Über die beiden neuen Prozessoren von Apple ist bisher wenig bekannt, sollten jedoch wieder in Dual-Core-Bauweise gearbeitet sein und, falls die Gerüchte stimmen, auf 2 GB Arbeitsspeicher bauen. Gerüchte wonach ein Dreikern-Prozessor zum Einsatz kommen soll, können dabei wohl in das Reich der Fabeln geschickt werden.

Damit wäre der derzeitige Primus überholt, jedoch wollen hier auch LG und Huawei noch ein Wörtchen mitreden. Der neue LG Nuclus 2 soll dem Vergleich nach, im Single-Core-Test zwar langsamer sein als die Prozessoren von Apple, kommt mit seinen angeblich acht Kernen auf einen deutlich höheren Wert im Multi-Core-Test. Der Nuclus 2 soll dabei auf vier Cortex A72 mit einer Taktfrequenz von 2,1 Ghz und vier Cortex A53 mit 1,5 Ghz bauen.

Huawei schlägt zu

Mit dem Nuclus 2 zeigt LG zwar eine starke Performance, kann sich jedoch nicht gegen den Kirin 950, der sich zur Zeit in der Entwicklung bei Huawei befinden soll, durchsetzen. Der Kirin 950 soll auf die gleichen Bauteile wie der Nuclus 2 setzen, jedoch die vier Cortex-A72-Kerne auf 2,4 statt 2,1 Ghz takten lassen. Sie sind wohl für die 6096 Punkte im Multi-Core-Test verantwortlich, die der zukünftige Spitzenprozessor von Huawei bieten soll.

Nvidia Tegra bärenstark

Auch Nvidia hat mit seiner Tegra-Reihe ein heißes Eisen im Feuer. Beim angeblich getesteten Prozessor soll es sich um den Tegra X2 handeln. Er soll den besten Single-Core-Wert aller Prozessoren besitzen und mit einem Multi-Core-Wert von 4.691 auch bei den Großen mitspielen. Welche Technik dahintersteckt, liegt allerdings noch im Verborgenen. Der Tegra X1 kann mit einigen spezielleren Lösungen aufwarten und wurde auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas, Anfang des Jahres vorgestellt.

Der König der Prozessoren

Einer überragt alle. Der von Samsung angeblich fast fertiggestellte Exynos M1 soll der zukünftige König am mobilen Prozessor-Markt sein. Laut des Vergleichs könnte der Exynos M1 einen Multi-Core-Wert von 7.497 Punkten erreichen und wäre damit fast 50 Prozent schneller als der Exynos 7420, der derzeit das schnellste Rennpferd am Markt ist.

Die im Vergleich eingebundenen Prozessoren sind zum Teil noch nicht offiziell bestätigt und auch der Vergleich ist nicht offiziell von Geekbench herausgegeben, jedoch scheinen die Werte realistisch und auch die Prozessoren wurden in einigen Gerüchten schon vorher genannt. Somit steht der Richtigkeit der Angaben wenig im Weg, allerdings sind sie trotzdem mit Skepsis zu bewerten, da Entwicklungen und damit auch Testwerte einer gewissen Schwankung unterliegen, die hier nicht dargestellt werden kann.

Einsteiger-Handys beliebter als iPhone und Co.

Der Smartphone-Markt floriert in weiten Teilen der Welt weiter prächtig, einige Regionen schwächeln aber auch deutlich. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ihre Zahlen des zweiten Quartals bekanntgegeben und verzeichnet stark unterschiedliche Wachstumsquotienten in verschiedenen Regionen auf der Welt.

smartphoneIm weltweiten Durchschnitt konnten sich Smartphone-Hersteller wie Samsung, Apple oder auch LG und Huawei im zweiten Quartal über ein deutliches Plus bei Umsatz und Absatz freuen: Im Schnitt setzte der Markt 7 Prozent mehr Geld um und 5 Prozent mehr Geräte ab, als im Vergleichsquartal aus dem Jahr 2014. Daraus kann das nächste Ergebnis der Studie bereits abgelesen werden: im Schnitt wurden Smartphones im Vergleich zum Vorjahr etwas teurer. Das spiegelt jedoch nicht den aktuellen Trend wider. Zwar wurden Smartphones im Jahresvergleich um 3 Prozent teurer, im Vergleich zum Vormonat jedoch um 1 Prozent billiger. Daraus errechnet die GfK einen wahrscheinlichen Preisrückgang für 2015 von 1 Prozent.

Beim Absatz von Geräten und damit auch beim Umsatz der im Markt erwirtschaftet wurde, sind regional kräftige Unterschiede zu verzeichnen. Während die Märkte in Nordamerika und Westeuropa mit Zuwachsraten von 10 beziehungsweise 9 Prozent an verkauften Geräten positive Entwicklungen zeigten, fielen die Werte in Zentral- und Osteuropa im zweistelligen Prozentbereich. Auch in Südamerika leidet der Absatz ebenfalls unter schlechten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen. So fielen die Wachstumswerte aus dem hohen beziehungsweise mittleren zweistelligen Bereich in den vergangenen Quartalen auf gerade einmal 1 Prozent. Damit kühlte sich das Wachstum deutlich ab und für das Gesamtjahr 2015 errechnen die Analysten sogar einen Rückgang des Smartphone-Marktes.

In Westeuropa tritt auch ein Wandel im Markt zutage, der den Premium-Herstellern nicht gefallen dürfte: Während der Absatz um 9 Prozent gestiegen ist, ging der Umsatz zurück. Die Kunden in den westeuropäischen Ländern kauften also weniger hochpreisige Geräte. Die GfK macht eine generelle Verschiebung hin zu günstigeren Geräten aus. Fast die Hälfte der verkauften Geräte befinden sich im unteren Preissegment unter 230 Euro. Damit nimmt das Einsteiger-Segment deutlich zu und kann seinen vorjährigen Anteil am Gesamtmarkt von 37 Prozent deutlich steigern.

Bei aller Sparsamkeit konnten die Forscher einen Hang zum Datenturbo LTE ausmachen. Die meisten der in Westeuropa verkauften Geräte wurden mit einem entsprechenden Mobilfunkmodul verkauft. Die Vorreiter in dieser Hinsicht sind die skandinavischen Länder. In Norwegen sind 90 Prozent der Smartphones mit LTE ausgestattet. Auf den Plätzen zwei und drei folgen knapp dahinter Dänemark und Schweden.

Wie sieht das Smartphone der Zukunft aus?

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2.864 Teilnehmer gaben kürzlich auf dem Games- und Technikportal Giga ihre Einschätzungen zur Zukunft von Smartphone & Co. ab. Auch wenn die Befragung nicht repräsentativ ist, werden klare Präferenzen heutiger Nutzer deutlich.

Ganz oben auf der Wunschliste der Anwender stehen längere Akkulaufzeiten und beschleunigtes Laden. Trends wie AR- und VR-Brillen oder gar Implantate halten hingegen nur wenige Konsumenten in den nächsten zehn Jahren für wahrscheinlich.

Auf die Frage nach der Form von künftigen, mobilen Kommunikationsgeräten verweisen mehr als ein Fünftel der Befragten auf Wearables (22,4 Prozent). Die Smartwatch am Handgelenk muss dafür aber wohl noch leistungsfähiger werden, denn 33,4 Prozent der Befragten erwarten, dass es die heute üblichen Smartphones mit 4 bis 6-Zoll Displaygröße in Zukunft nicht mehr geben wird. Da heutige Wearables wie beispielsweise die Apple-Watch ohne ein mitgeführtes Smartphone nur über eine sehr eingeschränkte Leistungsfähigkeit verfügen, müssen die »tragbaren« Armbänder und Uhren künftig weitaus mehr Leistung auf kleinster Fläche bieten.

Auch heute noch nicht gängige Formen von Kommunikationsgeräten erwarten die Befragten in naher Zukunft – die Umfrageteilnehmer können sich hierbei folgende Formate vorstellen: Aufrollbare Geräte mit flexiblem Display und Komponenten (14,8 Prozent), modulare Barrenform (13,3 Prozent), aufklappbare Geräte mit biegsamem Display (11,7), Implantate bei denen die Haut das Display bildet (8,9 Prozent), AR-Brillen wie »Google Glass« (8,8 Prozent) sowie VR-Brillen wie »Oculus Rift« (2,7 Prozent).

Bei den Eigenschaften, die die Geräte standardmäßig besitzen werden, liegen nach Einschätzung der Befragten Akkulaufzeiten von über einer Woche (23,4 Prozent) und das Vermeiden von Speicherengpässen durch dauerhafte Cloud-Anbindung (23,6 Prozent) ganz vorne.

Bei der Art der Kommunikation halten die meisten Videotelefonie (23,6 Prozent) und die klassische Voice-Kommunikation (23,6 Prozent) sowie Textnachrichten (21,5 Prozent) für am wahrscheinlichsten. Die weitere, gewünschte Funktionalität unterscheidet sich nur wenig von den heutigen Modellen: Neben der Kommunikationen werden die Geräte nach Einschätzung der Befragungsteilnehmer vor allen für die Steuerung des Haushalts (im zukünftigen Smarthome/Internet of Things), zum Surfen im Web, zum mobilen Bezahlen, für Foto- und Videoaufnahmen sowie für die Navigation genutzt.

Bei der Energieversorgung der zukünftigen Geräte schätzen die Umfrageteilnehmer, dass vor allem ein beschleunigtes Laden mit voller Ladung in zehn Sekunden (24,4 Prozent), das Laden über größere Distanzen (21,9 Prozent), klassische Akkus mit mindestens fünf Tagen Laufzeit (17,2 Prozent) sowie durch Körperbewegung aufladbare Energiespeicher (16,7 Prozent) möglich sind.

Zuletzt fragten Giga/Otterbox die Nutzer noch zu ihrem persönlichen Suchtverhalten in Sachen Smartphone. 31Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich höchstens einen Tag ohne ihr mobiles Kommunikationsgerät vorstellen können. Bei rund 26 Prozent ist es immerhin eine Woche. Erschreckend: 21,5 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie es höchstens einen halben Tag ohne ihr Smartphone aushalten können.

Zeitreise ins Smartphone-Zeitalter

Das Commodore PET (Bild: Commodore Business Machines)

Commodore, ein Name der bei Nerds und Nostalgikern die Herzen höher schlagen lässt. Die glanzvollsten Zeiten hatte die Marke zweifelsohne in den 80er Jahren, in denen C64- und Amiga-Rechner aus den Kinder- und Wohnzimmern nicht wegzudenken waren. Seither erlebte sie nach Bankrott und diversen Wiederbelebungsversuchen eine eher wechselvolle Geschichte. Nun meldet sich Commodore erneut zurück – mit einem Smartphone.

Das Commodore PET (Bild: Commodore Business Machines)
Das Commodore PET (Bild: Commodore Business Machines)

Seit dem Bankrott der Commodore International im Jahre 1994 wurden die Markenrechte an diesem illustren Namen ziemlich herumgereicht: 1995 übernahm der deutsche PC-Hersteller Escom das insolvente Unternehmen und verwendete den Namen um PCs und PC-Zubehör zu verkaufen. Escom ging nur ein Jahr später in den Konkurs. Eine Investmentgesellschaft übernahm, welche die Markenrechte auswerten wollte. Von dieser Gesellschaft, der C= Holdings B.V. mit Sitz im niederländischen Breda, hat man seither nicht mehr viel gehört.

Im März diesen Jahres gründeten zwei italienische Unternehmer in London schließlich die Commodore Business Machines (CBM). Um die legendäre Marke ins Smartphone-Zeitalter katapultieren zu können, sicherte man sich die Rechte daran für 38 Länder, vorwiegend in Europa und den USA.

PET, das neue Smartphone von Commodore

Das Commodore PET ist nach dem anderen ruhmreichen Commodore-Rechner benannt, dem 1977 erschienenen Personal Electronic Transactor, kurz PET. Hinter dem Geschichtsträchtigen Namen verbirgt sich ein Android-Handy mit recht ordentlichen Spezifikationen: eine 1,7 GHz schnelle, mit acht Kernen ausgestattete MediaTek-CPU nebst Mali-Grafikeinheit gehört ebenso zur Ausstattung wie ein üppiger 3000 mAh-Akku und ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display (Auflösung 1080 x 1920 Pixel).

Die Hauptkamera kommt von Sony, löst mit ordentlichen 13 Megapixeln auf und verbirgt sich hinter einer hellen f/2.0-Blende. Die Selfie-Kamera kommt mit einer Weitwinkel-Linse daher und löst mit 8 Megapixeln auf. Ein Auslöse-Knopf am rechten Rand des Geräts kann beide Kameras komfortabel auslösen. Das PET ist ein Dual-SIM-Gerät und funkt auch im 4G/LTE-Netz.

Retro-Gaming inklusive

Neben Android 5.0 Lollipop, Commodore hat die Version angepasst, werden zwei Emulatoren vorinstalliert, mit denen sich Amiga- und C64-Spiele spielen lassen. Das Team von CBM arbeitet mit verschiedenen Softwarehäusern außerdem daran, einige der besten 80er-Jahre-Spiele auf das PET zu bringen.

Preise und Verfügbarkeit

Commodore bringt vom PET gleich zwei Versionen heraus: eine günstige, die etwa bei 270 Euro liegen soll. Diese enthält 16 GB internen Speicher und 2GB Arbeitsspeicher. Für rund 60 Euro mehr gibt es das doppelte, also 32 GB, an internem Speicher und 3 GB Arbeitsspeicher. Mitgeliefert wird bei beiden Modellen auch eine 32 Gigabyte fassende Micro-SD-Karte. Bei den Farben haben die Kunden die Wahl zwischen Schwarz und dem klassischen Beige, in das schon die Commodore-Computer der Achtzigerjahre gekleidet waren.

Laut „Wired“ sollen die Geräte noch im laufe dieser Woche an den Start gehen. Neben Deutschland stehen Italien, Frankreich und Polen auf der Liste der Launch-Märkte. Weitere europäische Märkte und die Vereinigten Staaten sollen bald folgen.