Google Nexus 5X von LG im Benchmarktest

Die beiden neuen Nexus-Geräte Nexus 5X und Nexus 6P zählen zu den heißersehntesten Neuerscheinungen in der diesjährigen Vorweihnachts-Saison, handelt es sich doch um die Referenz-Implementierungen von Android-Smartphones. Während das größere Nexus 6P noch auf sich warten lässt, strampelt sich das Nexus 5X bereits wacker im Testparcours von inside-handy.de ab. Der Benchmarktest gibt bereits einen ersten Eindruck.

Die Ergebnisse des Google Nexus 5X von LG im inside-handy.de Test
Die Ergebnisse des Google Nexus 5X von LG im inside-handy.de Test

Im AnTuTu-Benchmark, der Teil des standardisierten Testparcours der inside-handy.de-Redaktion ist, erreichte LGs neuster Nexus-Spross einen Wert von 49.380 Punkten und platziert sich somit vor dem Honor 7, das im Test der Redaktion auf einen Wert von 48.641 Punkten kam und reiht sich hinter dem von Motorola gebauten Nexus 6 aus dem vergangenen Jahr ein, welches 49.744 Punkte holen konnte. Damit verfehlt das Nexus 5X knapp die 50.000er Marke, über der sich gestern mit dem Gigaset ME ein Gerät aus Deutschland einordnen konnte. Oberhalb dieser Marke liegt auch das G4, ebenfalls von LG, dass die Koreaner ebenfalls mit dem Snapdragon 808 ausgestattet haben. Trotzdem bringt es das Flaggschiff der Firma auf 50.373 Punkte und somit knapp 2.000 Punkte mehr als das Google-Gerät.

Android M Updates: Diese Smartphones bekommen Googles neues Betriebssystem

Googles Android M

Auch wenn noch nicht klar ist, wann genau die finale Version von Android M erscheinen wird, gibt es bereits jetzt erste Informationen zu Geräten, die mit der nächsten Version des mobilen Betriebssystems von Google versorgt werden sollen. Die Redaktion von inside-handy.de hat erste Informationen namhafter Smartphone- und Tablet-Hersteller zur Android-M-Updates zusammengetragen.

Googles Android M
Googles Android M

Samsung-Updates auf Android M

Eine klare Botschaft wurde gegenüber der Redaktion von Samsung verkündet. „Wir äußern uns nicht zur kommenden Update-Politik“ heißt es seitens der in Deutschland zuständigen Presseagentur der Südkoreaner. Man darf aber davon ausgehen, dass diverse (ehemalige) Flaggschiffe wie das Galaxy S6, das Galaxy S6 edge, das Galaxy S5 oder das Galaxy S5 mini mit Android M versorgt werden. Auch das Galaxy Note Edge und das Galaxy Note 4 dürften mit der neuen Firmware ausgestattet werden.

HTC-Updates auf Android M

Als eines der ersten Unternehmen meldete sich HTC direkt nach der Ankündigung von Android M zu Wort. Über Twitter wurde bekannt gegeben, dass neben dem One M9 auch das One M9+ auf jeden Fall mit der neuen Android-Version versorgt werden sollen. Weitere Geräte, die ein entsprechendes Update spendiert bekommen, möchte HTC nach eigenen Angaben schon bald bekanntgeben.

Huawei-Updates auf Android M

Huawei gab auf Anfrage von inside-handy.de bekannt, dass das P8 sicherlich ein Update auf Android M bekommen werde. Bis zur endgültigen Bereitstellung könne es allerdings dauern, da man derzeit noch daran arbeite, sämtliche Flaggschiffe aus dem aktuellen Produktbestand zunächst mit Android 5.0 Lollipop zu versorgen.

Google-Nexus-Updates Auf Android M

Dass Google seine aktuellen Nexus-Flaggschiffe mit Android M versehen wird, darf man ebenso als gesichert annehmen wie die Tatsache, dass die für dieses Jahr neu erwarteten Nexus-Modelle – möglicherweise gefertigt von LG und Huawei – direkt ab Werk mit der neuen Android-Version ausgestattet sein werden. Kein Update werden unterdessen die Nexus-Modelle aus dem Jahr 2012 erhalten. Ziel von Google sei es, alle herausgebrachten Geräte mit zwei großen Android-Aktualisierungen zu versorgen, sagte Google-Manager Dave Burke gegenüber dem „Standard“.

Großes Schweigen bei Motorola, LG, Sony und Wiko

Von anderen namhaften Herstellern konnte die Redaktion noch keine gesicherten Informationen zur kommenden Update-Politik in Erfahrung bringen. Motorola, Sony und LG gaben zu Protokoll, derzeit noch keine Angaben zu Android-M-Updates machen zu können, die deutsche Presseagentur von Wiko hüllte sich komplett in Schweigen.

Grund für die noch zurückhaltenden Aussagen der Smartphone-Hersteller dürfte sein, dass es vermutlich noch bis zum vierten Quartal dieses Jahres dauern wird, ehe die finale Version von Android M erscheinen wird. Ein langer Zeitraum, in dem noch eine ganze Menge mit den zwischenzeitlich zu erwartenden Entwickler-Versionen von Android M passieren kann.

Außerdem sind die Hersteller vorsichtig geworden, nachdem sie in der Vergangenheit zum Teil Updates ankündigten, diese später aber aus unterschiedlichen Gründen nicht einhalten konnten.

LG G4 – Neues LG-Flaggschiff ab 1. Juni erhältlich

Das LG G4 (Bild: inside-handy.de)

Neben dem aktuellen Flaggschiff von Huawei, dem P8, wird es ab dem 1. Juni auch das neue Oberklasse-Smartphone LG G4 in Deutschland zu kaufen geben. Das LG G4 wurde Ende April in London vorgestellt und unterscheidet sich unter anderem durch seine ledernde Rückseite und den wechselbaren Akku von anderen Flaggschiffen.

Das LG G4 (Bild: inside-handy.de)
Das LG G4 (Bild: inside-handy.de)

Ab nächster Woche Montag, konkret ab dem 1. Juni, wird es das neue LG-Modell im deutschen Handel zu kaufen geben. Zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 649 Euro erhält der Käufer das Modell mit Kunststoffrückseite in den Farben Metallic-Silber, Metallic-Gold und Keramik-Weiß. Die Leder-Variante schlägt mit 699 Euro zu Buche und ist in den Farben Schwarz, Braun oder Rot verfügbar. Käufer eines Modells mit Naturleder erhalten zusätzlich gratis ein Backcover in Metallic Gold.

Etwas sparen lässt sich bei der silbernen Kunststoff-Variante über den O2-Online-Shop. Dort kann das genannte Modell zu einem Preis von 429 Euro zusammen mit einer kostenlosen 64 GB großen Micro-SD-Karte vorbestellt werden.

Im Test von inside-handy.de konnte das LG G4 vollkommen überzeugen und erhielt mit 5 Sternen die volle Punktzahl, sowie zwei Sondersiegel für sein ausgezeichnetes Display und Kamera.

LG: Neue Modelle der G4-Familie offiziell vorgestellt

LG G4 Stylus und LG G4c (Bildquelle: LG)

Die Gerüchte der vergangenen Wochen haben sich bewahrheitet:

LG bringt mit dem G4 Stylus nicht nur eine Variante des G4 mit herausziehbarem Bedienstift auf den Markt, sondern auch eine etwas kompaktere Variante, die den Namen G4c trägt. Darüber hinaus wurde der weltweite Verkaufsstart für das klassische G4 angekündigt.

LG G4 Stylus und LG G4c (Bildquelle: LG)
LG G4 Stylus und LG G4c (Bildquelle: LG)

G4 Stylus

Das G4 Stylus wird in zwei Varianten auf den Markt kommen. Einerseits als UMTS-Version mit einem 1,4-GHz-Octa-Core-Prozessor, aber auch als LTE-Variante. Dann ist ein Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz Taktrate integriert. Und noch einen Unterschied gibt es zwischen UMTS- und LTE-Modell: Während die LTE-Version mit einer 13-Megapixel-Kamera ausgestattet wird, müssen sich Käufer der UMTS-Version mit einer 8-Megapixel-Linse zufriedengeben. Die Frontkamera löst gleichermaßen mit 5 Megapxieln auf.

Beide Modelle haben außerdem gemeinsam, dass sie auf 1 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen können und mit einem 8 GB kleinen internen Speicher ausgestattet sind – erweiterbar per Micro-SD-Karte. Das Display des G4 Stylus ist optional mit einem kleinen Eingabestift bedienbar und mit einer Abmessung von 5,7 Zoll immerhin 0,2 Zoll größer als jener Bildschirm des LG G4.

Die weiteren technischen Daten des LG G4 Stylus in der Übersicht:

  •     Android 5.0 Lollipop
  •     WLAN
  •     Bluetooth 4.1
  •     NFC
  •     154 x 79 x 10 Millimeter
  •     163 Gramm
  •     Akku mit 3.000 mAh (wechselbar)
  •     erhältlich in Silber und Weiß

LG G4c

Das LG G4c wird mit einem 5 Zoll großen HD-Display (294 ppi) in den Handel geschickt und mit einem 1,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor ausgestattet. Auch bei diesem Modell setzt LG auf 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Speicherplatz, der per Micro-SD-Karte erweiterbar ist. Mobile Datenverbindungen sind in UMTS-Netzen ebenso möglich wie in LTE-Netzen.

Die weiteren technischen Daten des LG G4c in der Übersicht

  •     Android 5.0 Lollipop
  •     Haupkamera mit 8-Megapixel-Linse
  •     Frontkamera mit 5-Megapixel-Linse
  •     WLAN
  •     Bluetooth 4.1
  •     NFC
  •     140 x 70 x 10 Millimeter
  •     136 Gramm
  •     Akku mit 2.540 mAh (wechselbar)
  •     erhältlich in Grau, Weiß und Gold

Wann genau die neuen Handys in den Handel kommen sollen und was sie kosten werden, hat LG noch nicht verraten. Der Verkaufsstart soll in den kommenden Wochen beginnen, heißt es in einer Mitteilung des südkoreanischen Konzerns.
Weltweiter Verkaufsstart des LG G4 angekündigt

Weiter ist man schon mit dem neuen Flaggschiff LG G4. Im Laufe dieser Woche wird die Markteinführung starten, heißt es seitens des Unternehmens. Den Anfang mache Hongkong, gefolgt von der Türkei, Russland und Singapur. Mehr als 180 Mobilfunkanbieter und Einzelhandelsunternehmen haben Interesse signalisiert, das G4 verkaufen zu wollen. Genauere Angaben dazu, wann das G4 nach Deutschland kommt, machte LG noch nicht.

LG kehrt zu Windows Phone zurück

LG_Windows_Phone_Leak (Foto: Neowin)

Schon lange halten sich Spekulationen, LG würde ins Windows Phone-Lager zurückkehren, und so langsam wird es konkret. Denn nachdem vor einigen Tagen ein Bild auftauchte, sind nun auch Modellbezeichnungen auf der Website des Herstellers zu finden.

LG_Windows_Phone_Leak (Foto: Neowin)
LG_Windows_Phone_Leak (Foto: Neowin)

Als Microsoft im Februar 2014 neue Partner für Windows Phone vorstellte, war auch LG an Bord, doch ein Smartphone mit dem Microsoft-Betriebssystem ließ bislang auf sich warten. Mittlerweile verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass LG demnächst ein Windows Phone auf den Markt bringt. Vor knapp zwei Wochen tauchte ein Bild im Internet auf, das bei Neowin veröffentlicht wurde. Und nun hat Winfuture weitere Spuren des Gerätes auf der LG-Website entdeckt – oder vielmehr: der Geräte. Denn dort finden sich im Dokumentationsbereich gleich zwei Modellbezeichnungen von Windows Phones: LGVW820 und LGVW820SS.

Technische Details sind bislang nicht bekannt, es dürfte sich jedoch um Einstiegs- oder Mittelklassegeräte handeln. Schließlich fehlt ihnen, wie auf dem geleakten Bild zu erkennen ist, der Kamerabutton. Zudem sind die Windows Phone-Tasten als virtuelle Tasten umgesetzt. LTE ist jedoch an Bord. Allerdings könnte zumindest eines der Windows Phones dem amerikanischen Markt vorbehalten bleiben, denn das Gerät auf dem geleakten Bild ist mit einem Verizon-Branding versehen.

Eine weitere Bestätigung für die LG-Windows Phones findet sich auf der Website der Bluetooth SIG, wo das LG-VW820 zur Zertifizierung für Bluetooth 4.0 eingereicht wurde.

Vielleicht werden schon in Kürze weitere Details bekannt, nachdem morgen Microsofts Entwicklerkonferenz »Build« startet, die dieses Jahr ganz im Zeichen von Windows 10 steht. So oder so sieht es stark nach einer Rückkehr von LG ins Windows Phone-Lager aus, denn bei Windows Phone 7 war der südkoreanische Hersteller schon einmal dabei, kehrte der Plattform dann aber den Rücken, um sich auf Android zu konzentrieren.

Das G Flex 2 ist das fast perfekte krumme Ding

Das G Flex 2 liegt nur mittig auf.

Das G Flex 2 ist ein kurioses Smartphone. Display und Gehäuse sind gebogen, man kann es schadlos plattdrücken, Kratzer auf der Rückseite verschwinden von selbst. Im Test zeigt es weitere Stärken – und zwei Schwächen.

Das G Flex 2 liegt nur mittig auf.
Das G Flex 2 liegt nur mittig auf.

Mit dem krummen Smartphone G Flex konnte LG den koreanischen Konkurrenten Samsung im Kurvenduell übertrumpfen – während das Galaxy Round nur in kleiner Stückzahl in Korea erhältlich war, brachte LG das G Flex als erstes Smartphone mit gebogenem Display weltweit in den Verkauf. Der Smartphone-Sonderling mit dem riesigen 6-Zoll-Bildschirm war kein Kassenschlager, dafür war er zu groß, unhandlich und ungewohnt. Doch mit dem Nachfolger könnte LG deutlich mehr Kunden erreichen. Das G Flex 2 ist eine gelungene Weiterentwicklung und an den entscheidenden Punkten besser als sein Vorgänger.

Kleiner und schärfer

Schon das Äußere zeigt mehr Willen zur Massentauglichkeit. Es ist zwar immer noch groß, aber nicht mehr so überdimensioniert wie das erste Flex. Im Gegenteil: Dank seines schmalen Displayrahmens wirkt es beinah kompakt – sofern man das von einem 5,5-Zoll-Gerät behaupten kann. Auch die Bildschärfe des POLED-Displays ist besser als beim 6-Zoll-Bildschirm des Vorgängers. Die Auflösung wurde auf Full HD erhöht (1920 x 1080 Pixel), die Pixeldichte beträgt jetzt rund 400 ppi. Das ist ein ordentlicher Wert, beim Vorgänger waren es noch 245 ppi. Leider ist es nicht besonders hell und in der Sonne nicht gut ablesbar, außerdem hat es einen leichten Grünstich. Kontraste, Blickwinkelstabilität und Farbechtheit sind aber sehr gut.

Stromlinienförmig: das G Flex 2.
Stromlinienförmig: das G Flex 2.

Wichtiger als die Darstellungsqualität ist beim G Flex 2 aber die Flexibilität des Kunststoffbildschirms und des gesamten Gehäuses. Liegt das Smartphone auf dem Tisch, kann es mit etwas Krafteinsatz plattgedrückt werden, bis das Display komplett auf dem Tisch aufliegt. Dank dieser namensgebenden Flexibilität ist es robust und hält Belastungen und Stürzen besser stand als andere, steife Smartphones. Außerdem ist das Display besser vor Kratzern und Sprüngen geschützt. Die Rückseite bekommt zwar schneller etwas ab, hier sorgt aber eine spezielle Beschichtung dafür, dass zumindest oberflächliche Kratzer von selbst wieder verschwinden.

Pluspunkte für Ergonomie und Software-Funktionen

Im Zusammenspiel mit der geschwungenen Rückseite ergibt die Platzierung der Bedientasten auf dem Geräterücken viel Sinn. Das G Flex 2 liegt gut in der Hand und der Zeigefinger wandert fast automatisch zu den drei vertikal angeordneten Tasten. Der Anschalter in der Mitte steht leicht hervor, die Lautstärketasten sind etwas versenkt, so findet man sich sofort zurecht. Für weiteren Bedienkomfort sorgen Software-Funktionen wie „Knock On“: Ein Doppeltipp aufs Display genügt, um den Bildschirm ein- und wieder auszuschalten. Mit einem Klopfmuster („Knock Code“) lässt sich der Bildschirm zudem gleichzeitig sichern und entsperren, eine clevere Kombination aus Sicherheit und Bedienkomfort.

Pluspunkte bekommt LG auch für andere Software-Funktionen. Anordnung und Anzahl der Navigationstasten können zum Beispiel verändert werden, dank „Glance View“ genügt bei ausgeschaltetem Bildschirm ein Wisch von oben, um Uhrzeit, Datum und verpasste Benachrichtigungen anzuzeigen. Rein optisch ist die LG-Oberfläche Optimus UI jedoch wenig gelungen. Sie wirkt altbacken, mit bunten App-Symbolen ohne klar erkennbare Farbkodierung und teilweise misslungenen Icons – die Kamera sieht zum Beispiel aus wie Waschmaschine.

Das Display des G Flex 2 ist scharf, aber nicht besonders hell.
Das Display des G Flex 2 ist scharf, aber nicht besonders hell.

Die Kamera selbst macht gute Bilder mit maximal 13 Megapixeln im 4:3-Format, bei 16:9-Fotos ist bei 10 Megapixeln Schluss. Details werden scharf dargestellt, die Belichtung ist ausgewogen. Ein optischer Bildstabilisator reduziert Verwackler effektiv, der Laser-Autofokus ist auch bei wenig Licht schnell und zuverlässig. Der HDR-Modus greift behutsam, aber effektiv ins Bild ein, ohne Kontraste auszuwaschen und Farben zu verblassen. Viele Einstellungsmöglichkeiten und Aufnahmemodi bietet die Kamera aber nicht, hier erfüllt LG nur die Minimalanforderungen.

Praktisch: Ein Wisch übers Display schaltet zur Frontkamera um, die Fotos mit 2,1 Megapixeln aufnimmt und sich per Gesten steuern lässt. Schließt man die Hand vor der Kamera zur Faust, startet ein drei-Sekunden-Countdown. Zum Überprüfen der Aufnahme führt man das Smartphone einfach zum Gesicht. Es erkennt die Bewegung und zeigt das zuletzt aufgenommene Foto an. Hebt man das Gerät danach für den nächsten Versuch wieder an, wechselt es automatisch in den Aufnahmemodus. So lassen sich Fotos problemlos ohne Berührung des Displays aufnehmen.

Probleme „wegen Temperaturanstieg“

Ganz ohne Probleme kommt der Prozessor leider nicht aus. Der Snapdragon 810, unter Experten und Kritikern schon lange als Problemkind bekannt, zeigt auch im G Flex 2 seine Macken. Die Displayhelligkeit wird unter Last (zum Beispiel bei Videospielen) automatisch heruntergeregelt und kann dann „wegen Temperaturanstieg“ erst bei weniger Belastung wieder angehoben werden. Insgesamt zeigt das G Flex 2 eine gute Leistung, kleinere Ruckler und Denkpausen trüben das Benutzererlebnis jedoch leicht.

Auf die Akkulaufzeit haben die Abstimmungsprobleme mit dem Snapdragon 810 keine erkennbar negativen Auswirkungen. Die Kapazität ist mit 3000 Milliamperestunden zwar deutlich geringer als beim ersten Flex (3500 mAh), doch für eine Laufzeit von rund anderthalb Tagen bei durchschnittlicher Nutzung reicht das aus. Ob ein Software-Update die Performance wie beim HTC One M9 noch verbessern kann, bleibt abzuwarten.

Wünschenswert wäre das, denn nur das etwas zu dunkle Display und die genannten Aussetzer und Einschränkungen bei der Leistung trennen das G Flex 2 davon, ein erstklassiges Smartphone zu sein. Den Massenmarkt wird LG mit dem Bananen-Phone nicht erobern können, dafür ist die Displaykrümmung zu speziell und der Mehrwert im Vergleich zu Phablet-Kassenschlagern wie Samsungs-Note-Reihe zu gering. Doch das G Flex 2 ist auch mehr als eine Machbarkeitsstudie wie sein Vorgänger. Es ist ein gelungenes, einzigartiges Smartphone, das fast alle technischen Anforderungen an ein Flaggschiff erfüllt und dazu auch noch garantiert die Blicke auf sich lenkt – bessere krumme Dinger als LG macht im Moment keiner.