ZTE startet Verkauf des druckempfindlichen Axon mini Premium Edition

ZTE Axon Mini mit druckempfindlichem Display ( Bild ZTE)

Der chinesische Hersteller ZTE hat schon Mitte dieses Jahres sein neues Flaggschiff Axon vorgestellt und recht flott eine Mini-Version folgen lassen. Mit dem Axon mini Premium Edition wurde die kleinere Variante nun noch einmal aufgewertet und bekommt ein druckempfindliches Display spendiert. Damit soll es laut Angaben des Herstellers das erste Android-Force-Touch-Smartphone der Welt sein, das verschieden Druckstufen erkennen und verarbeiten kann.

ZTE Axon Mini mit druckempfindlichem Display ( Bild ZTE)
ZTE Axon Mini mit druckempfindlichem Display ( Bild ZTE)

Vom Wort „mini“ braucht sich der potentielle Kunde jedoch nicht täuschen zu lassen. Die mini-Variante ist immer noch 5,2 Zoll groß und baut auf ein Panel in Super-AMOLED-Bauweise mit 1.080 x 1.920 Pixeln. Angetrieben wird das Android-Smartphone von einem Snapdragon 616 und 3 GB Arbeitsspeicher. Dazu sind ein erweiterbarer 32 GB großer interner Speicher, eine 13-Megapixel-Kamera und gleich drei biometrische Entsperrmöglichkeiten integriert. Damit kann man mit seinem Fingerabdruck, seinem Auge und seiner Stimme auf das Smartphone zugreifen.

ZTE Axon Mini ( Bild ZTE)
ZTE Axon Mini ( Bild ZTE)

Das Highlight des Premium-Mini-Modells ist jedoch das Display, das den Druck auf ein Gramm genau messen können soll, und so verschiedene Druckstufen auch verschiedene Funktionen auslösen können. Dazu kann das Smartphone mittels 3D-Passwort geschützt werden, das die Information des Fingerdrucks mit einschließt.

ZTE Axon Mini (Bild ZTE)
ZTE Axon Mini (Bild ZTE)

Das ZTE Axon mini Premium Edition ist für knapp 370 Euro beispielsweise bei AliExpress erhältlich. Die Farbauswahl ist dabei solange befriedigend, solange die Lieblingsfarbe Roségold ist. Eine andere Farbe wird derzeit nicht angeboten.

 

Darum fallen Smartphones immer aufs Display

Die Frage, wieso das teure Smartphone beim Sturz fast immer auf das empfindliche Display fällt, hat nun der britische Physiker Robert Matthews im Auftrag von Smartphone-Hersteller Motorola herausgefunden. Der Grund ist derselbe, weshalb auch das frisch geschmierte Toastbrot eigentlich immer mit der Butterseite nach unten auf den Boden segelt.

DIsplay-Bruch

Fast jeder Smartphone kennt diesen panischen Moment in dem das Smartphone aus der Hand flutscht. Meist scheitert der Versuch das Smartphone noch aufzufangen und es bleibt einem nichts anderes übrig, als das Smartphone mit klopfenden Herzen vom Boden aufzuheben. Bei fast allen Stürzen folgt dann der schockierende Moment, in dem man feststellt: Das Display ist zersprungen. Viele Besitzer stellen sich dann die Frage: Wieso fällt das Handy eigentlich immer auf das empfindliche Display? Denn zumindest theoretisch stehen die Chancen 50:50, dass es auf der weniger empfindlichen Rückseite landet.

Doch diese „Theorie“ ist nicht wissenschaftlich belegbar. Denn das Smartphone fällt aus genau dem gleichen Grund fast immer auf das Display, weshalb auch ein Toastbrot immer auf der beschmierten Seite landet. Der Physiker Robert Matthews macht dafür die Rotation zu Beginn des Sturzes dafür verantwortlich, mit welcher Seite das Smartphone aufkommt. Da die meisten Menschen ihr Smartphone auf Brusthöhe und mit den Fingern unter dem Schwerpunkt festhalten, wird so eine Drehung ausgelöst, durch die das Handy in der Mehrheit der Fälle mit dem Display nach unten auf dem Boden fällt. Matthews nannte denselben Grund schon 1996, als er untersuchte, wieso ein Toastbrot immer mit der beschmierten Seite nach unten auf den Boden segelt.

Der britische Physiker fand außerdem heraus, dass der natürliche Impuls, das Smartphone noch auffangen zu wollen, die Wahrscheinlichkeit dass das Display zuerst aufschlägt, noch vergrößert. Für Smartphone-Nutzer bedeutet dies: Gleitet das Smartphone aus den Händen, dem Schicksal lieber seinen Lauf lassen als nach dem Smartphone zu greifen. Sicherheit beim Smartphone-Sturz soll das sogenante ShatterShield bieten, ein bruchsicheres Display das beim Moto X Force zum Einsatz kommt. Im Zuge der Entwicklung dieses besonderen Displays, beauftragte Motorola Robert Matthews, die besagte Frage, wieso das Smartphones immer auf das Display fallen, zu beantworten.

Polyera Wove Band

Bildquelle: Polyera

Gekrümmt, gebogen, rund, eckig und starr – so sind bisher die Displays von Wearables von Samsung Galaxy Gear S über Apple Watch, Huawei Watch und bis zu den Fitbit-, Pepple- und HTC-Smartwatches und -Fitnessbändern gestaltet. Jetzt hat Polyera mit dem Wove Band das erste Wearable fürs Handgelenk vorgestellt, das mit einem flexiblen Display auftrumpft.

Bildquelle: Polyera
Bildquelle: Polyera

Technische Daten zum Wove Band sind bisher noch nicht gelistet, jedoch wollen die Ingenieure des Start-Ups die Wearables-Welt mit dem Smartband revolutionieren. Grundlage aller Bemühungen ist dabei eine flexible Schicht, auf die dann eine flexible Frontschicht in verschiedenen Display-Technologien aufgebracht wird. So sollen flexible Displays als TFT-, OLED- oder auch E-Paper-Ausführungen entstehen.

Das jetzt gezeigte Wove Band baut allerdings wohl auf ein E-Paper-Display, was der Akkulaufzeit entgegen kommen sollte und damit auch ein weiteres Problem der meisten aktuellen Smartwatches und Fitnessbänder in Zukunft lösen könnte.

Polyera gestaltet das Display als langgezogenes Band. Dabei erinnert die ganze Konstruktion ein wenig an ein Schnappband aus den 90er Jahren. Das Display ist jedoch beim Wove Band auf ein Gliederarmband angebracht, das dem ganzen Wearable ein edles Äußeres verleiht.

Technische Daten oder einen Preis nennt Polyera nicht, jedoch soll das Wove Band laut dem Start-Up Mitte 2016 Marktreif sein. Das Wearable wird wohl mit iOS- und Android-Smartphones kommunizieren können. Zumindest sucht Polyera zur Zeit Software-Entwickler, die auf die beiden Betriebssysteme von Apple und Google spezialisiert sind.

Klappbare Displays für Wearables patentiert

Klappbares Display an der Smartwatch (Bild: patentlymobile)

Der Smartphone- und Smartwatch-Hersteller Samsung hat sich eine Neuerung im Bereich Wearables einfallen lassen und zum Patent angemeldet. Darin wird beschrieben, das es ein hochklappendes Display gibt, das auf Sprach- oder Gestenbefehle reagiert und dann hochkant abstehend vom Arm benutzt werden kann.

Klappbares Display an der Samsung Smartwatch (Bild: patentlymobile)
Bisher nur ein Patent: Klappbares Display an der Samsung Smartwatch (Bild: patentlymobile)

Was die Technologie in der Praxis genau bringen soll ist noch nicht bekannt, jedoch zeigt patentlymobile das neue Patent aus Korea, das nicht nur einen klappbaren Monitor am Handgelenk beschreibt, sondern auch eine Kamera mit einem von Samsung so genannten Action Detector. Eine Möglichkeit des Einsatzes wäre bei einer Autofahrt mit beiden Händen am Lenkrad. Dann könnte der Smartwatch am Arm der Befehl zum Aufstellen des Displays gegeben werden, um beispielsweise die Uhrzeit abzulesen.

Im Display oder am Rand um das Display herum soll sich laut dem Patent eine Kamera befinden, die beispielsweise das Gesicht des Nutzers aufnehmen kann. Darin ist auch der User Action Detector eingebettet, der auf Bewegung oder Sprachbefehle reagiert und das Display hochklappen lässt. Dazu soll es eine Gesichtserkennung geben, die das Display immer auf das Gesicht des Nutzers ausrichten soll – spannend bei Videochats oder Selfies.

Ob das Patent auch in der Praxis eingesetzt werden soll ist nicht bekannt. Patente werden nur selten unbehandelt in ein Produkt für den Endmarkt übernommen. Somit muss abgewartet werden, ob eine der nächsten Generation der Samsung-Smartwatches eine klappbare Front erhält.

Welcher Handy-Hersteller repariert gut?

Wer kennt es nicht, das defekte Smartühone-Display?

Stiftung Warentest untersucht, was Kunden zu erwarten haben, wenn sie ein Smartphone mit kaputtem Display und defekter Kopfhörerbuchse zur Reparatur einschicken. Teuer ist’s immer, aber nur einer macht’s gut.

Wer kennt es nicht, das defekte Smartphone-Display?
Wer kennt es nicht, das defekte Smartphone-Display?

Wenn das Smartphone auf den Boden fällt und das Display zersplittert, stellt sich die Frage, ob sich eine Reparatur noch lohnt oder besser ein neues Gerät angeschafft wird. Denn eins steht fest: Die Sache wird teuer, vor allem wenn der Hersteller den Schaden beseitigt. Was Kunden in so einem Fall erwarten dürfen, hat Stiftung Warentest überprüft. Die Tester schickten insgesamt 27 ältere Smartphones mit Displayschaden und kaputter Kopfhörerbuchse an Apple, LG, Samsung, Sony, HTC und Huawei. Außerdem beauftragte die Stiftung drei unabhängige Dienste mit der Reparatur: Handyreparatur123, Letsfix und Phonecare. Die verschickten Smartphone-Modelle: iPhone 4s, Samsung Galaxy S3, Sony Xperia S, HTC One X, Huawei Honor U8860 und LG Optimus 4x HD.

Apple teuer, aber gut

Das Testergebnis ist ernüchternd: Von den Herstellern beseitigten nur Apple und Huawei die Schäden einwandfrei. Apple wurde mit der Gesamtnote 2,0 unter anderem deshalb Testsieger, weil es erst gar nicht repariert, sondern das Gerät schnell gegen neuwertige Ware austauscht. 207 Euro kostete das die Prüfer, rund 95 Euro weniger als ein Neukauf. Besitzer eines gebraucht gekauften iPhone können allerdings Probleme bekommen. Bei einem Testgerät passte die Identifikationsnummer (IMEI) nicht zum Modell, weswegen Apple die Annahme verweigerte. Und: Wer vergisst, Fotos und andere private Daten vor dem Tausch zu sichern, verliert sie. Diese Gefahr besteht bei Reparaturen aber grundsätzlich.

Preisentwicklung überholt Warentest

Bei Huawei wurden alle eingeschickten Smartphones „sehr gut“ repariert. Stiftung Warentest bewertete die Chinesen aber nur mit der Gesamtnote 2,6, weil die Tester im Schnitt 16 Tage auf die Geräte warten mussten und Kundendienst beziehungsweise Hotline verbesserungswürdig sind. Hier lag die Ersparnis bei einem Reparaturpreis von 176 Euro gegenüber einem neuen Gerät laut Testbericht bei 55 Euro. Die Stiftung legt allerdings die niedrigsten Preise in seinem Produktfinder im November 2014 zugrunde. Jetzt ist das Honor U8860 unter anderem bei Amazon aber neu schon für 150 Euro zu haben – 26 Euro weniger als die Reparatur kostete. Es lohnt sich also immer, erst die Online-Preise zu überprüfen, bevor man ein kaputtes Smartphone einschickt. Und: Oft gibt es für einen vergleichbaren oder minimal höheren Preis bereits bessere und aktuellere Geräte.

Samsungs Reparaturservice kam im Test nicht über die Note 3,1 hinaus, weil von zwei eingeschickten Handys eins mit defekter Kopfhörerbuchse zurück kam, alle Daten gelöscht waren und die Kunden zu lange warten müssen. Aber: Samsung bietet in Vertragswerkstätten einen hervorragenden Vor-Ort-Service an, nach nur 50 Minuten hielt der Tester ein vollständig repariertes Gerät in den Händen. Warentest ermittelte eine durchschnittliche Ersparnis von rund 60 Euro, aktuell wären es bei 170 Euro Vor-Ort-Reparaturkosten noch etwa 37 Euro.

Gemischte Ergebnisse bei LG und Sony

LG erreichte nur die Gesamtnote 3,9, obwohl bis auf eine defekte Kopfhörerbuchse alle Mängel beseitigt wurden. Allerdings waren bei allen Testgeräten die Daten gelöscht und die Stiftung war von den Service- und Informationsleistungen nicht begeistert. Aber: Die Reparatur kostete im Schnitt 127 Euro, aktuell kostet das Optimus 4x HD noch rund 180 Euro.

Sony enttäuschte im Test, alle Kopfhörerbuchsen blieben defekt, zwei Handys kamen ohne persönliche Daten zurück. Außerdem verlangte ein Servicepartner für die gleiche Arbeit zwei deutlich unterschiedliche Preise und Rechnungen wurden nicht immer korrekt ausgestellt. Bei Kosten von 131 Euro wäre ein neues Xperia S aktuell nur rund 60 Euro teurer, die Prüfer ermittelten 95 Euro.

HTC-Partner fällt durch

Ein Test-Desaster erlebte HTC. Servicepartner Arvato lehnte zwei von drei Reparaturen ab, weil es für das defekte Gerät angeblich keine Ersatzteile mehr gibt. Das dritte One X wurde für unglaubliche 469 Euro repariert, online ist das Smartphone für 230 Euro erhältlich. Die Gesamtnote 5,4 ist dafür fast schmeichelhaft, HTC hat inzwischen auf eigene Initiative den Servicepartner gewechselt.

Bei den alternativen Online-Reparaturwerkstätten sind die Reparaturen von iPhones oft deutlich günstiger, die Ersparnis gegenüber einem Neukauf entsprechend höher, bis zu 175 Euro sind beim iPhone 4s drin. Allerdings werden Geräte oft nicht gut repariert und Kunden dürfen nicht auf Original-Ersatzteile hoffen. Am besten schnitt hier Handyreparatur123 mit der Gesamtnote 2,7 ab, Letsfix und Phonecare erreichten beide nur ein Ausreichend (3,6).

Das G Flex 2 ist das fast perfekte krumme Ding

Das G Flex 2 liegt nur mittig auf.

Das G Flex 2 ist ein kurioses Smartphone. Display und Gehäuse sind gebogen, man kann es schadlos plattdrücken, Kratzer auf der Rückseite verschwinden von selbst. Im Test zeigt es weitere Stärken – und zwei Schwächen.

Das G Flex 2 liegt nur mittig auf.
Das G Flex 2 liegt nur mittig auf.

Mit dem krummen Smartphone G Flex konnte LG den koreanischen Konkurrenten Samsung im Kurvenduell übertrumpfen – während das Galaxy Round nur in kleiner Stückzahl in Korea erhältlich war, brachte LG das G Flex als erstes Smartphone mit gebogenem Display weltweit in den Verkauf. Der Smartphone-Sonderling mit dem riesigen 6-Zoll-Bildschirm war kein Kassenschlager, dafür war er zu groß, unhandlich und ungewohnt. Doch mit dem Nachfolger könnte LG deutlich mehr Kunden erreichen. Das G Flex 2 ist eine gelungene Weiterentwicklung und an den entscheidenden Punkten besser als sein Vorgänger.

Kleiner und schärfer

Schon das Äußere zeigt mehr Willen zur Massentauglichkeit. Es ist zwar immer noch groß, aber nicht mehr so überdimensioniert wie das erste Flex. Im Gegenteil: Dank seines schmalen Displayrahmens wirkt es beinah kompakt – sofern man das von einem 5,5-Zoll-Gerät behaupten kann. Auch die Bildschärfe des POLED-Displays ist besser als beim 6-Zoll-Bildschirm des Vorgängers. Die Auflösung wurde auf Full HD erhöht (1920 x 1080 Pixel), die Pixeldichte beträgt jetzt rund 400 ppi. Das ist ein ordentlicher Wert, beim Vorgänger waren es noch 245 ppi. Leider ist es nicht besonders hell und in der Sonne nicht gut ablesbar, außerdem hat es einen leichten Grünstich. Kontraste, Blickwinkelstabilität und Farbechtheit sind aber sehr gut.

Stromlinienförmig: das G Flex 2.
Stromlinienförmig: das G Flex 2.

Wichtiger als die Darstellungsqualität ist beim G Flex 2 aber die Flexibilität des Kunststoffbildschirms und des gesamten Gehäuses. Liegt das Smartphone auf dem Tisch, kann es mit etwas Krafteinsatz plattgedrückt werden, bis das Display komplett auf dem Tisch aufliegt. Dank dieser namensgebenden Flexibilität ist es robust und hält Belastungen und Stürzen besser stand als andere, steife Smartphones. Außerdem ist das Display besser vor Kratzern und Sprüngen geschützt. Die Rückseite bekommt zwar schneller etwas ab, hier sorgt aber eine spezielle Beschichtung dafür, dass zumindest oberflächliche Kratzer von selbst wieder verschwinden.

Pluspunkte für Ergonomie und Software-Funktionen

Im Zusammenspiel mit der geschwungenen Rückseite ergibt die Platzierung der Bedientasten auf dem Geräterücken viel Sinn. Das G Flex 2 liegt gut in der Hand und der Zeigefinger wandert fast automatisch zu den drei vertikal angeordneten Tasten. Der Anschalter in der Mitte steht leicht hervor, die Lautstärketasten sind etwas versenkt, so findet man sich sofort zurecht. Für weiteren Bedienkomfort sorgen Software-Funktionen wie „Knock On“: Ein Doppeltipp aufs Display genügt, um den Bildschirm ein- und wieder auszuschalten. Mit einem Klopfmuster („Knock Code“) lässt sich der Bildschirm zudem gleichzeitig sichern und entsperren, eine clevere Kombination aus Sicherheit und Bedienkomfort.

Pluspunkte bekommt LG auch für andere Software-Funktionen. Anordnung und Anzahl der Navigationstasten können zum Beispiel verändert werden, dank „Glance View“ genügt bei ausgeschaltetem Bildschirm ein Wisch von oben, um Uhrzeit, Datum und verpasste Benachrichtigungen anzuzeigen. Rein optisch ist die LG-Oberfläche Optimus UI jedoch wenig gelungen. Sie wirkt altbacken, mit bunten App-Symbolen ohne klar erkennbare Farbkodierung und teilweise misslungenen Icons – die Kamera sieht zum Beispiel aus wie Waschmaschine.

Das Display des G Flex 2 ist scharf, aber nicht besonders hell.
Das Display des G Flex 2 ist scharf, aber nicht besonders hell.

Die Kamera selbst macht gute Bilder mit maximal 13 Megapixeln im 4:3-Format, bei 16:9-Fotos ist bei 10 Megapixeln Schluss. Details werden scharf dargestellt, die Belichtung ist ausgewogen. Ein optischer Bildstabilisator reduziert Verwackler effektiv, der Laser-Autofokus ist auch bei wenig Licht schnell und zuverlässig. Der HDR-Modus greift behutsam, aber effektiv ins Bild ein, ohne Kontraste auszuwaschen und Farben zu verblassen. Viele Einstellungsmöglichkeiten und Aufnahmemodi bietet die Kamera aber nicht, hier erfüllt LG nur die Minimalanforderungen.

Praktisch: Ein Wisch übers Display schaltet zur Frontkamera um, die Fotos mit 2,1 Megapixeln aufnimmt und sich per Gesten steuern lässt. Schließt man die Hand vor der Kamera zur Faust, startet ein drei-Sekunden-Countdown. Zum Überprüfen der Aufnahme führt man das Smartphone einfach zum Gesicht. Es erkennt die Bewegung und zeigt das zuletzt aufgenommene Foto an. Hebt man das Gerät danach für den nächsten Versuch wieder an, wechselt es automatisch in den Aufnahmemodus. So lassen sich Fotos problemlos ohne Berührung des Displays aufnehmen.

Probleme „wegen Temperaturanstieg“

Ganz ohne Probleme kommt der Prozessor leider nicht aus. Der Snapdragon 810, unter Experten und Kritikern schon lange als Problemkind bekannt, zeigt auch im G Flex 2 seine Macken. Die Displayhelligkeit wird unter Last (zum Beispiel bei Videospielen) automatisch heruntergeregelt und kann dann „wegen Temperaturanstieg“ erst bei weniger Belastung wieder angehoben werden. Insgesamt zeigt das G Flex 2 eine gute Leistung, kleinere Ruckler und Denkpausen trüben das Benutzererlebnis jedoch leicht.

Auf die Akkulaufzeit haben die Abstimmungsprobleme mit dem Snapdragon 810 keine erkennbar negativen Auswirkungen. Die Kapazität ist mit 3000 Milliamperestunden zwar deutlich geringer als beim ersten Flex (3500 mAh), doch für eine Laufzeit von rund anderthalb Tagen bei durchschnittlicher Nutzung reicht das aus. Ob ein Software-Update die Performance wie beim HTC One M9 noch verbessern kann, bleibt abzuwarten.

Wünschenswert wäre das, denn nur das etwas zu dunkle Display und die genannten Aussetzer und Einschränkungen bei der Leistung trennen das G Flex 2 davon, ein erstklassiges Smartphone zu sein. Den Massenmarkt wird LG mit dem Bananen-Phone nicht erobern können, dafür ist die Displaykrümmung zu speziell und der Mehrwert im Vergleich zu Phablet-Kassenschlagern wie Samsungs-Note-Reihe zu gering. Doch das G Flex 2 ist auch mehr als eine Machbarkeitsstudie wie sein Vorgänger. Es ist ein gelungenes, einzigartiges Smartphone, das fast alle technischen Anforderungen an ein Flaggschiff erfüllt und dazu auch noch garantiert die Blicke auf sich lenkt – bessere krumme Dinger als LG macht im Moment keiner.